F.A. Schmidt erweitert Lagerkapazitäten

   << Zurück

Bericht aus dem Remscheider General-Anzeiger


Sägen- und Maschinenmesserhersteller baut eine 600 m² große Halle. Dadurch sollen Einkaufspreise gesenkt und Lieferzeiten verkürzt werden.

LagerkapazitaetOb sein Großvater Carl Schmidt 1908 beim Bau des Fabrikgebäudes im Morsbachtal bereits an die Möglichkeit dachte, dass seine Firma eines Tages anbauen könnte, weiß Peter Schmidt nicht.

Klar ist aber: Für den Enkel, der gemeinsam mit Schwiegersohn Markus Feldhoff die Geschäfte des Sägen- und Maschinenmesserherstellers F.A. Schmidt GmbH in der fünften Generation führt, ist es ein Glücksfall, dass das firmeneigene Grundstück noch Wachstumspotenzial bereithält.

Auf einem benachbarten Areal baut das 170 Jahre alte Unternehmen, begleitet vom Architekturbüro Michael Geh, derzeit eine 600 m² große Lagerhalle. Durch eine regensichere Passage wird die Halle mit dem bereits existierenden Fabrikationsbetrieb verbunden. Bereits im November soll der Bau fertiggestellt sein. Rund 500 000 Euro lässt sich der Hersteller von Schabermessern, Walzenschabern, Schaberklingen, Reibeblättern und Maschinenmessern das neue Gebäude kosten.

Halle ist eine Investition in die Zukunft

„Das Geld allein bringt mir nichts. Da investiere ich es doch lieber“, sagt Geschäftsführer Peter Schmidt. Und eine Investition in die Lagerkapazitäten des Unternehmens ist eine Investition in die Zukunft. „Die Erweiterung war zwingend erforderlich, weil infolge der Globalisierung von den Stahlwerken immer größere Mengen Rohmaterial geordert werden müssen, um günstige Einkaufspreise zu bekommen“, sagt Schmidt.

Lieferung dauerte bislang teilweise Monate

Für die rund 20 verschiedenen Abmessungen ihrer Produkte muss die F.A. Schmidt GmbH rund 40 bis 50 Tonnen vorrätig haben. „Bislang haben wir das Material bei den Werken bestellt, dort auch erst einmal gelagert und praktisch scheibchenweise abgeholt. Aber das ist langfristig einfach nicht wirtschaftlich,“ erklärt der Geschäftsführer. Durch die neuen Lagermöglichkeiten würden erhebliche Transport- und Lagerkosten gespart.

Dank der erweiterten Lagerkapazitäten verkürzten sich zudem die Lieferzeiten für die Kunden. Denn bis das Rohmaterial erst einmal zur Weiterverarbeitung im Morsbachtal angekommen war, vergingen bisher teilweise Monate. „Durch unsere exportorientierte Ausrichtung können wir unseren Abnehmern infolge der erweiterten Lagerhaltung nun erheblich kürzere Lieferzeiten bieten“, sagt Peter Schmidt. Das Traditionsunternehmen verkauft seine Produkte im gesamten europäischen Raum und nach Südostasien.